Die Signale

Solange der Hund wach ist, kommuniziert er mit seiner Umwelt. Neben der eigentlichen Lautgebung benutzt er auch Berührungen, Gerüche, die Körpersprache und Blickkontakte zur Kommunikation. Im Nachfolgenden beschäftigen wir uns mit den Beschwichtigungssignalen aus der Gruppe der Körper- und Blicksprache.

Zu beachten ist aber, dass ein Signal alleine keine konkrete Information beinhaltet, sondern erst alle Signale zusammen, dem Gegenüber die eigenen Absichten und Befindlichkeiten mitteilen.

Denn Hunde setzen oft das gleiche Signal für unterschiedliche Situationen ein - so kannst du zum Beispiel ein bestimmtes Zeichen einmal als Beschwichtigungssignal, Warnsignal oder Signal für Angst und ein anderes Mal als Übersprungshandlung bei deinem Hund beobachten. Meist sind auch verschiedene Zeichen zu gleicher Zeit zu sehen. Deshalb ist es wichtig, immer auch den Rest der Körperhaltung wie z.B. Ohren- und Schwanzstellung, Lefzenbewegungen, usw. zu beachten, um festzustellen, was tatsächlich in deinem Hund vorgeht.

Mit einiger Übung und der genauen Beobachtung wird es dir aber immer leichter fallen, dies auseinander zu halten und zu entscheiden, ob dein Hund tatsächlich besänftigt oder ob er vielleicht etwas anderes im Sinn hat.

Turid Rugaas hat gegen 30 der Beschwichtungsgesten genauer untersucht und beschrieben. Hier eine kleine Auswahl daraus:

  • Augenlider senken, blinzeln
  • den Blick abwenden
  • den Kopf abwenden
  • den Körper abwenden
     
  • züngeln
  • gähnen
  • schmatzen
  • schnüffeln
  • schütteln
  • niesen
  • Lefzen blähen
  • Markieren
  • Splitten
     
  • Im Bogen gehen
  • Langsame Bewegungen
  • Erstarren/Einfrieren der Bewegung
     
  • Wedeln
  • Pfote heben
  • Vorderkörpertiefstellung
  • Hinsetzen
  • Hinlegen
  • sich kratzen (meist als Übersprungshandlung)

Neben den Besänftigungsgesten gehören zum Repertoire eines gut sozialisierten Hundes aber auch Drohgebärden, wie

Diese setzt er nicht nur in der innerartlichen Kommunikation, d.h. zwischen Hunden ein, sondern warnt damit auch andere Lebewesen davor, näher zu kommen oder ihn weiter zu bedrängen.