Das Zusammenleben mit dem Menschen 

Der Elefant als Arbeitstier
In Asien  werden Elefanten schon seit Jahrhunderten als Arbeitstiere genutzt. Die ältesten Zeugnisse für die Haltung von Elefanten sind Siegel aus der Induskultur von 1500 v.Chr. Auch der nordafrikanische Feldherr Hinnibal setzte bei seinen Feldzügen Afrikanische und Indische Elefanten ein. Nachdem jedoch der nordafrikanische Atlaselefant während der Römerzeit ausgerottet worden war, wurden Afrikanische Elefanten nicht mehr abgerichtet.  

Kriegs- und Jagdelefanten
Schon im 4. Jahrhundert v.Chr. setzten militärische Befehlshaber den Elefanten im Krieg ein. Die psychologische Wirkung aufgrund ihrer Grösse war dabei ebenso wichtig, wie ihre Fähigkeit, Schneisen in die feindlichen Reihen zu walzen. Wurde ein Elefant aber während einer Schlacht verletzt, so konnte es durchaus geschehen, dass er die Flucht ergriff und dadurch auch die eigenen Soldaten zu Tode trampelte. Daher wurden die Elefanten immer weniger an der Front eingesetzt. Aber man benutzt sie noch heute zum Transportieren von Soldaten und Lasten durch Gelände, wo Lastwagen nicht mehr durchkommen. 

Aber der Elefant war nicht nur ein gutes Transport- und Hilfsmittel im Krieg. Auch bei der Jagd setzt man ihn noch heute ein, da er sowohl  dichtes Buschwerk wie auch Flüsse durchqueren und Berge ohne Probleme erklimmen kann. Besonders spektakulär war die Tigerjagd vom Elefantenrücken aus.

Der Elefant als Gottheit
Grosse und mächtige Naturerscheinungen werden in vielen Kulturen mit den Göttern in Verbindung gebracht. Es verwundert daher nicht, dass der Elefant selbst als Gott oder als Reittier für ein göttliches Wesen verehrt wurde.

Der wohl bekannteste ist der hinduistische Gott Ganesha

Ganesha ist der erste Sohn von Parvati and Shiva. Er hat einen Elefantenkopf und ist dick, mit hervorstehendem Bauch. Die Mythen über diesen Gott sind vielfältig und manchmal auf den ersten Blick kontrovers. 
Die weitverbreiteteste Geschichte ist: Shiva kehrt nach einer langen Abwesenheit zu seinem himmlischen Haus zurück. Dort sah er eine unbekannte Person vor seiner Tür sitzen vor. Ergriffen von Eifersucht, zog er seine Klinge und schnitt den Kopf des Fremden ab. Parvati erschien, während sie die Schreie hörte, und sagte ihrem Ehemann, dass das Opfer sein Sohn sei. Aus großem Leid begann Shiva, nach einem Ausweg für seinen Sohn zu suchen. Er entschied, dem nächsten ihm begegnenden Lebewesen den Kopf abzuschlagen, um diesen seinem Sohn auf den Körper zu setzen. Dieses Lebewesen war ein Elefant. Von diesem Tag an hat der Gott Ganesha einen Elefantenkopf, mit einem gebrochenen Rüssel, der während des Kampfes zwischen Shiva und dem Elefant verletzt worden war.

Der Elefant im Zoo und Zirkus
Schon lange werden Elefanten in zoologischen Gärten ausgestellt oder zeigen im Zirkus ihre Kunststücke. So traten die Elefanten bereits im alten Rom im Zirkus auf. 

 

 
 

Die Jagd auf den Elefanten
Obwohl der Elfenbeinhandel seit 1989 verboten ist, machen Wilderer weiterhin Jagd auf den Afrikanischen Elefanten. Sein Bestand hat sich von rund 1,3 Millionen im Jahre 1979 auf weniger als 600.000 Tiere im Jahre 1989 reduziert.  Über 115 Länder unterzeichnet damals die Internationale Artenschutzkonvention, die den Handel von mit Aussterben bedrohter oder gefährdeter Tier- und Pflanzenarten verbietet.

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