Die Geburt und die Jugendzeit
Nach zwei Jahren
Trächtigkeit kommt das Elefantenjunge mit rund 100 Kilo auf die Welt. Danach
wird es von allen Herdenmitgliedern beschnüffelt und umsorgt. Die Herde bleibt
so lange am Geburtsort bis das Elefantenbaby kräftig genug ist, um mit ihr
weiterzuziehen. Es kann aber sein, dass sich die Gruppe während dieser Zeit für
die Nahrungssuche trennt, und somit eine Gruppe nur noch aus der Mutter und
ihrem Jungen besteht. Jedoch behält die gesamte Gruppe ständig Kontakt
untereinander.
Die junge Elefantenkuh bleibt bei der Herde und hilft bei der
Betreuung der jüngeren Geschwister, bis sie eines Tages selbst ein Junges
hat.
Die Elefantenbullen verlassen mit ca. 12 Jahren die Herde. Sie verbringen danach ihre Zeit entweder alleine oder in einer Männergruppe. Nur während der Paarungszeit halten sie sich in der Nähe der Herde auf und verpaaren sich mit den heiratswilligen Weibchen, danach gesellen sich wieder zu ihrer Junggesellenherde, der sich dann auch die Jungbullen aus der Gruppe anschliessen können.
Zusammenleben
Die Leitkuh führt die Herde an. Sie
hat eine lange Lebenserfahrung. Darum weiss sie am besten, wann Gefahr droht
und ob sie besser flüchten oder angreifen sollen. In Dürrezeiten kennt sie die
weit entfernten Sümpfe, in denen noch Wasser und Futter zu finden sind.
Die Elefanten in der Gruppe helfen einander. Wenn einer von ihnen verwundet ist, kümmert sich die ganze Herde um den Kranken und pflegt ihn. Sie probieren den kranken Elefanten auch auf ihrer Wanderung mitzunehmen, in dem sie ihn auf beiden Seiten stützen. Diese Arbeit wird üblicherweise von den Elefantenbullen wahrgenommen
Futter
Da Elefanten je nach Grösse zwischen 150 kg und
300 kg Nahrung täglich zu sich nehmen, müssen sie während des ganzen Jahres
durch ihr riesiges Gebiet ziehen, um genug Nahrung zu finden.
Aus
Gefangenschaft weiss man, dass ein ausgewachsener Elefant pro Tag die folgende
Menge an Nahrung braucht: Brot, Kleie, Hafer, 50 kg Heu, 10 bis 20 kg
Futterrüben, 100 - 130 L Wasser.
Während die Elefanten mit Fressen beschäftigt sind, halten sie den Kontakt mit den anderen Herdenmitgliedern durch eigenartige, kollernde Geräusche aus ihrem Bauch aufrecht. Solange dieses Geräusch hörbar ist, bedeutet es, dass alles in Ordnung ist. Sobald ein Tier mit diesem Geräusch aufhört, ist das ein Zeichen dafür, dass Gefahr droht.
Ein Elefant frisst pro Ta ca. 18 Stunden, daneben benötigt er noch 3 Stunden Schlaf. Deshalb teilen sich die Elefantenkühe die Arbeiten auf. Während einige mit Arbeiten und Fressen beschäftigt sind, beaufsichtigen die anderen Elefantenkühe die Jungtiere.
Feinde
Ausgewachsene Elefanten haben, ausser dem
Menschen, keine Feinde. Nur die Jungtiere werden manchmal Opfer von Raubtieren,
wenn sie sich zu weit von der Herde entfernen.
Der
Tod
Mit 60 Jahren ist der Elefant alt, seine Zähne hören auf zu wachsen
und er kann keine Rinden und Äste mehr zerbeissen. Er überlässt sich dann dem
Tod.
Stirbt ein Elefant, so geraten die anderen Herdenmitglieder in
Aufregung, sie trompeten laut und versuchen den Sterbenden wieder aufzurichten.
Erst Stunden nach dem Tod geben sie auf und decken den toten Artgenossen mit
Ästen und Erde zu.