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Frage 18: Das Auge der Katze Bei absoluter Dunkelheit sieht selbst die Katze nichts mehr und muss sich alleine auf ihre Schnurrhaare und das Gehör verlassen. Richtig aber ist, dass die Katze bei Dämmerlicht noch bis zu 6 mal besser als wir Menschen sieht. Weil nämlich die hauptsächlich dämmerungsaktive Jägerin auch bei schwindendem Licht auf ein sehr gutes Sehvermögen angewiesen ist, hat sie die Natur mit einer speziellen Gewebeschicht am Augenhintergrund ausgestattet. Diese reflektierende Schicht, die sogenannten 'Tapeteum lucidum' oder auch leuchtender Teppich genannt, bewirkt, dass selbst noch geringste Lichtmengen verstärkt aufgenommen werden und ist auch verantwortlich dafür, dass die Katzenaugen so geheimnisvoll im Dunkeln funkeln. Aber beim Blick in die Ferne ist sie uns deutlich unterlegen. Denn richtig scharf sehen kann sie nur in einer Entfernung von 2 bis 6 Metern. Ausserdem ist das Auge der Katze auf Bewegung ausgerichtet und so gilt, was sich nicht bewegt, wird häufig übersehen. Das ist auch der Grund, weshalb sie Spielzeug, dass du ruhig vor ihre Nase hältst oft nicht entdeckt und schon so manche Maus ihr Leben retten konnte, weil sie sich mucksmäuschenstill verhalten hat. Eine weitere Eigenschaft für das gute Sehen ist auch, dass sich die Pupillen bei Sonne zu schmalen Schlitzen verengen und in der Dämmerung kreisrund werden und das Auge so einerseits nicht geblendet wird und andererseits viel mehr Licht einfangen kann. Da die Katze ihre Augen aber nicht wie wir bewegen kann, muss sie jedesmal den ganzen Kopf in die Richtung des Geräusches drehen. Übrigens sehen Katzen die Welt nicht nur grau in grau: Sie können Farben unterscheiden, allerdings nur Blau und Grün, Schwarz und Weiss. Rot und Orange hingegen können sie nur mit Mühe auseinander halten. |
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